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Foto: Marlén Wernicke

Pressemitteilungen


Weniger Sitzplätze im RE 7 – Landtagsabgeordnete fragt bei der Landesregierung nach

Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026

Ob die Fahrgäste im Regionalexpress RE 7 zwischen Dessau-Rosslau und Senftenberg nach den Herbstferien enger zusammenrücken müssen, fragte die Landtagsabgeordnete Melanie Balzer die Landesregierung. Die seit März 2026 erhöhte Sitzplatzkapazität soll ab 1. November 2026 von 420 auf 270 zurückgefahren werden, hieß es.

Balzer wollte vom Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, wissen, mit welchen Einschränkungen die Reisenden und vor allem Pendlerinnen und Pendler ab 1. November 2026 zu rechnen haben. Zudem fragte die Abgeordnete nach den Gründen für die Unterbrechung der Kapazitätserweiterung bis zum Frühjahr 2027.

Keine Einschränkungen in der Hauptverkehrszeit

Der Minister betonte in seiner Antwort zunächst, dass das derzeit maximal mögliche Angebot von 420 Sitzplätzen in der Hauptverkehrszeit für Berufspendlerinnen und -pendler auch ab 1. November 2026 bestehen bleibt.

Mit den zusätzlichen Kapazitäten an Wochenenden, Feiertagen und in den Abendstunden war auf die in den letzten Jahren gestiegenen und grundsätzlich saisonal bedingt höheren Fahrgastzahlen zwischen Ostern und den Herbstferien reagiert worden. Inwieweit die saisonale Verstärkung von den Reisenden angenommen wurde, soll der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg in einer Evaluation auswerten. Im Jahr 2027 soll das Ergebnis genutzt werden, um zu entscheiden, wie ab 2028 mit den Kapazitätsausweitungen umgegangen wird. Balzer: „Ich danke der Landesregierung, dass sie das Sitzplatzangebot und die Kapazitätserweiterung des RE 7 evaluiert und gehe fest davon aus, dass das Ergebnis zeigen wird, dass die Züge sehr häufig sehr voll sind.“

Bessere Anbindung der Verstärkerzüge

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 wird für die Fahrgäste mit Ziel Berlin eine Erleichterung bringen, verriet der Minister mit Blick auf 2027. Die zusätzlichen Verstärkerzüge auf dem RE 7 zwischen Bad Belzig und Berlin-Wannsee, werden zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags direkt auf die Berliner Stadtbahn verlängert.

„Die direkte Verbindung zur Berliner Stadtbahn ist eine gute Nachricht für die Pendlerinnen und Pendler und stärkt zugleich den Wirtschaftsstandort Potsdam-Mittelmark. Eine attraktive Bahnanbindung macht unsere Region als Wohn- und Arbeitsort noch interessanter und kommt auch den Unternehmen vor Ort zugute“, so Melanie Balzer.


Bataillonsübergabe in Beelitz: Dank und Anerkennung für den Dienst der Bundeswehr

Pressemitteilung vom 8. Oktober 2026

Melanie Balzer, Landtagsabgeordnete für Potsdam-Mittelmark II, nahm an dem feierlichen Übergabeappell des Logistikbataillons 172 in Beelitz teil.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass die Bundeswehr nicht nur im militärischen Sinne für unsere Sicherheit sorgt. Sie ist darüber hinaus ein wichtiger Partner, wenn wir schnelle Hilfe bei Bränden, Hochwasser oder anderen Krisensituationen benötigen. Unsere Soldatinnen und Soldaten verdienen dafür unseren größten Respekt und Dank“, so die Landtagsabgeordnete.

Bei dem Appell wurde das Kommando des Logistikbataillons 172 von Oberstleutnant Torsten Voigt an Oberstleutnant Timo Steffens übergeben. Mit dem scheidenden Kommandeur Oberstleutnant Torsten Voigt stand die Abgeordnete seit Beginn ihrer Legislatur in einem regelmäßigen Austausch. Balzer dankte Torsten Voigt für seine bisherige Arbeit und wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg für die neue Aufgabe.


Politik vor Ort: Ein Dankeschön und viele Fragen.

SPD-Fraktion lud Ehrenamtliche zu Austausch ein

Pressemitteilung vom 01. Oktober 2026

Niedergörsdorf – Altes Lager. „Was bewegt dich?“ – so lautete die Überschrift an diesem Abend Ende September im Kulturzentrum DAS HAUS in Niedergörsdorf (Teltow-Fläming). Im Mittelpunkt standen jedoch zunächst die ehrenamtlichen, aber auch hauptamtlich Tätigen aus dem Bereich Bevölkerungsschutz im südlichen Teil der Landkreise Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark. Eingeladen hatten die beiden direkt gewählten SPD-Landtagsabgeordneten Melanie Balzer und Erik Stohn.

Der Einladung waren rund 60 aktive Personen aus dem Rettungsdienst, Feuerwehren, Polizei, DLRG und anderen Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes sowie weitere Ehrenamtliche und interessierte Bürgerinnen und Bürger gefolgt. Erik Stohn würdigte die Einsatzkräfte in seiner Begrüßung: „Sie übernehmen Verantwortung für Ihre Mitmenschen, dafür brauchen Sie die richtigen Rahmenbedingungen.“. Melanie Balzer sicherte zu: „Ihr Engagement wird gesehen. Sie sind eine tragende Säule, ohne die die Gesellschaft nicht funktionieren würde.“ Die beiden Abgeordneten betonten auch , dass bereits vieles im Bereich Brand- und Katastrophenschutz (BKS) getan wurde: 25 Millionen Euro in den letzten beiden Jahren für 370 Maßnahmen, mehr Planungssicherheit für die Kommunen und Organisationen durch die Verlängerung der BKS-Förderrichtlinie, Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes mit jährlich 465.000 Euro, millionenschwere Investitionen in die Digitalisierung, Errichtung des Waldbrandkompetenzzentrums in Wünsdorf, verbessertes Krisenmanagement und Einrichtung eines Landeskrisenstabs, bessere Unterstützung von Hilfsorganisationen und Helfern durch neue Technologien wie Drohnen, Bürokratieabbau und Kinder- und Jugendschutz.

Während des Gespräches mit den Gästen kamen weitere Themen auf den Tisch. Beklagt wurde zum Beispiel die komplexe Struktur der Förderprogramme und bürokratische Hürden bei der Umsetzung von Projekten. Melanie Balzer erklärte, dass bereits erste Schritte zum Bürokratieabbau gemacht wurden. Zudem wies sie auf das neue Programm IMPULS hin, das die Landesverwaltung leistungs- und handlungsfähiger machen soll. Damit verbunden sei u.a., die Verfahren der Fördermittelvergabe zu vereinfachen.

„Hinweise von den Akteuren vor Ort nehmen wir immer gerne in unsere parlamentarische Arbeit auf. Sie wissen am besten, was in Ihren Kommunen und Gemeinden funktioniert und was nicht. Wir sind auf Ihr Know-How als Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, betonte Melanie Balzer am Ende. Das beträfe gerade auch die Verteilung der 3 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen, die das Land Brandenburg erhalten hat. Die Landtagsabgeordnete bringt es so auf den Punkt: „Hier gilt: Augen auf in Ihren Kommunen und Geduld für Planung und Ausführung!“. Sie lobte dabei den brandenburgischen Weg, bei dem die Verantwortung direkt in die Hände der Kommunen gelegt wurde. „Wofür das Geld eingesetzt wird, entscheiden die Verantwortlichen vor Ort. Und das ist auch gut so“, sagt Balzer.

Neues aus Wahlkreis und Landtag


Rüter: Smart Stores stärken den ländlichen Raum

Pressemitteilung
Potsdam, 14. Oktober 2026

Sebastian Rüter, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg, erklärt zur Änderung des Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetzes:

“Mit dem neuen Ladenöffnungsgesetz bringen wir Versorgung dorthin, wo es keinen Laden mehr gibt. Smart Stores dürfen künftig rund um die Uhr öffnen, auch sonntags, und das ohne Verkaufspersonal. Damit schließen wir Versorgungslücken im ländlichen Raum, stärken regionale Produzentinnen und Produzenten und schaffen vielleicht sogar neue Orte der Begegnung im Dorf.

Für uns als SPD-Fraktion war entscheidend: Die Sonntagsruhe für abhängig Beschäftigte bleibt unangetastet. Und Kommunen können künftig widersprechen, wenn sie keinen Bedarf sehen. Das stärkt die kommunale Planungshoheit. Wir bringen damit Leben ins Dorf.”


Weniger Sitzplätze im RE 7 – Landtagsabgeordnete fragt bei der Landesregierung nach

Pressemitteilung von Melanie Balzer MdL
Bad Belzig, 14. Oktober 2026

Ob die Fahrgäste im Regionalexpress RE 7 zwischen Dessau-Rosslau und Senftenberg nach den Herbstferien enger zusammenrücken müssen, fragte die Landtagsabgeordnete Melanie Balzer die Landesregierung. Die seit März 2026 erhöhte Sitzplatzkapazität soll ab 1. November 2026 von 420 auf 270 zurückgefahren werden, hieß es.

Balzer wollte vom Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, wissen, mit welchen Einschränkungen die Reisenden und vor allem Pendlerinnen und Pendler ab 1. November 2026 zu rechnen haben. Zudem fragte die Abgeordnete nach den Gründen für die Unterbrechung der Kapazitätserweiterung bis zum Frühjahr 2027.

Keine Einschränkungen in der Hauptverkehrszeit

Der Minister betonte in seiner Antwort zunächst, dass das derzeit maximal mögliche Angebot von 420 Sitzplätzen in der Hauptverkehrszeit für Berufspendlerinnen und -pendler auch ab 1. November 2026 bestehen bleibt.

Mit den zusätzlichen Kapazitäten an Wochenenden, Feiertagen und in den Abendstunden war auf die in den letzten Jahren gestiegenen und grundsätzlich saisonal bedingt höheren Fahrgastzahlen zwischen Ostern und den Herbstferien reagiert worden. Inwieweit die saisonale Verstärkung von den Reisenden angenommen wurde, soll der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg in einer Evaluation auswerten. Im Jahr 2027 soll das Ergebnis genutzt werden, um zu entscheiden, wie ab 2028 mit den Kapazitätsausweitungen umgegangen wird. Balzer: „Ich danke der Landesregierung, dass sie das Sitzplatzangebot und die Kapazitätserweiterung des RE 7 evaluiert und gehe fest davon aus, dass das Ergebnis zeigen wird, dass die Züge sehr häufig sehr voll sind.“

Bessere Anbindung der Verstärkerzüge

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 wird für die Fahrgäste mit Ziel Berlin eine Erleichterung bringen, verriet der Minister mit Blick auf 2027. Die zusätzlichen Verstärkerzüge auf dem RE 7 zwischen Bad Belzig und Berlin-Wannsee, werden zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags direkt auf die Berliner Stadtbahn verlängert.
„Die direkte Verbindung zur Berliner Stadtbahn ist eine gute Nachricht für die Pendlerinnen und Pendler und stärkt zugleich den Wirtschaftsstandort Potsdam-Mittelmark. Eine attraktive Bahnanbindung macht unsere Region als Wohn- und Arbeitsort noch interessanter und kommt auch den Unternehmen vor Ort zugute“, so Melanie Balzer.


Brandenburgs Finanzämter planen neues Serviceangebot in Kommunen

Neues Angebot soll Steuerpflichtige mit Alterseinkünften bei digitaler Teilhabe unterstützen

Pressemitteilung des Ministeriums der Finanzen des Landes Brandenburg, 07.10.2026

Potsdam – Angesichts der veränderten Bedarfe der Steuerpflichtigen hinsichtlich Beratung und Antragsstellung stellen Brandenburgs Finanzämter ihren Service für die Steuerpflichtigen mehr und mehr um. Während die digitalen Angebote seit Jahren stetig an Bedeutung gewinnen und vor diesem Hintergrund umfassend ausgebaut werden, bereiten die Finanzämter aktuell auch ein neues Präsenzangebot vor.

Im Rahmen des Formats „Finanzamt vor Ort: Digitale Teilhabe und Alterseinkünfte“ wollen die Finanzämter in verschiedenen Kommunen im ganzen Land Brandenburg Veranstaltungen anbieten, die sich vor allem an Steuerpflichtige mit Alterseinkünften wie Renten und Pensionen richten. Ein wesentliches Ziel dieses Formates ist es, Bürgerinnen und Bürger vor Ort über die Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation mit der Steuerverwaltung zu informieren. Finanzminister Daniel Keller betont: „Die Finanzämter sollen zukünftig im direkten Austausch vor Ort beraten, welche Vorteile die sichere elektronische Kommunikation bietet und welche Unterstützungsangebote bestehen. So wollen wir bestehende Hemmschwellen abbauen und die digitale Teilhabe konkret stärken.“

Brandenburgs Finanzminister verwies darauf, dass Auftaktveranstaltungen mit interessierten Kommunen noch in diesem Jahr als Videokonferenzen stattfinden sollen. Präsenzveranstaltungen für die Steuerpflichtigen vor Ort sind ab Januar 2027 vorgesehen. Geplant ist, dass jedes der 13 Finanzämter in Brandenburg mit den Kommunen in dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich kooperiert, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Die konkrete Organisation wird derzeit mit den Kommunen abgestimmt.
Finanzminister Keller verwies mit dem Blick auf den tiefgreifenden Wandel des Nutzungsverhaltens der Steuerpflichtigen darauf, dass heute immer mehr steuerliche Anliegen elektronisch erledigt werden. „Rund 80 Prozent der Steuerpflichtigen geben ihre Einkommensteuererklärung inzwischen elektronisch ab. Viele Menschen erwarten heute, ihre Verwaltung unabhängig von Öffnungszeiten, ohne Anfahrtswege und sicher auf digitalem Weg erreichen zu können“, unterstrich Keller. Darauf stelle sich die Steuerverwaltung seit Jahren ein. Mit dem Online- Finanzamt ELSTER und dessen Schnittstellen zu den verschiedenen Steuersoftware- Produkten können nicht nur die Steuererklärungen digital eingereicht werden, sondern auch Schreiben, Mitteilungen und Belege an das Finanzamt übermittelt werden.
„Doch die Digitalisierung gelingt nicht allein dadurch, dass man digitale Angebote bereitstellt. Sie gelingt nur dann, wenn Menschen diese Angebote verstehen, ihnen vertrauen und sie im Alltag selbstständig nutzen können“, erläuterte Keller weiter. Gerade Bürgerinnen und Bürger, die Alterseinkünfte beziehen, würden die elektronischen Angebote der Steuerverwaltung bisher noch zurückhaltender nutzen. Häufig bestünden keine grundsätzlichen Vorbehalte, sondern Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Verfahren. „Genau hier wollen wir ansetzen. An diesen Personenkreis soll sich das neue Beratungsformat richten“, so Keller.
Mit dem neuen Angebot können die Brandenburgerinnen und Brandenburger künftig erfahren, wie Steuerangelegenheiten digital erledigt werden können. Auf Basis des Angebotes soll geprüft werden, ob perspektivisch auch andere Serviceangebote unterbreitet werden können.
Die neuen Serviceangebote bieten auch eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürgern, welche die bisherigen Service- und Informationsstellen Finsterwalde, Fürstenwalde und Pritzwalk bzw. die Vor-Ort-Services in Neuruppin und Perleberg genutzt haben. Das damalige Ministerium der Finanzen und für Europa hatte Anfang des Jahres beschlossen, die Service- und Informationsstellen sowie den Vor-Ort-Services im Laufe des Jahres 2026 zu schließen.

Hintergrund:

Vorausgefüllte Steuererklärung
Im Onlineportal der Steuerverwaltung ELSTER oder mit einem anderen Softwareprodukt kann die Funktion der vorausgefüllten Steuererklärung genutzt werden. Hierbei werden die dem Finanzamt vorliegenden Daten, wie Lohnsteuerbescheinigungen oder Rentenbezugsmitteilung automatisch an den richtigen Stellen übernommen. Mehr Informationen unter elster.de
Vereinfachte Steuererklärungen online
Für ledige, kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (einfachelsterplus.de) sowie Bezieherinnen und Bezieher von Alterseinkünften (einfach.elster.de) bietet die Steuerverwaltung zudem vereinfachte elektronische Steuererklärungen an. Hierbei werden Steuerpflichtige durch eine nutzerfreundliche Gestaltung durch die Steuererklärung geführt.


„Wir brauchen auch in Zukunft eine starke LEADER-Förderung“

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 01.10.2026

Die LEADER-Förderung ist ein sehr wertvolles Instrument zur Entwicklung der ländlichen Räume und zur Stärkung unserer Dörfer. Die Umsetzung der Förderung ist im Land Brandenburg über 14 Lokale Aktionsgruppen (LAG) organisiert. Allein in der letzten EU-Förderperiode (2014 bis 2022) konnten auf diese Weise rund 350 Mio. Euro Mittel des EU-ELER-Fonds gewonnen und in 2.500 Projekten umgesetzt werden. Nach derzeitigem Stand der Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union nach 2028 ist eine Fortführung der LEADER-Förderung jedoch alles andere als sicher. Im Rahmen von Fachgesprächen zur Förderung des ländlichen Raums waren nun die Landtagsabgeordneten Johannes Funke und Kurt Fischer gemeinsam mit weiteren Abgeordneten, Ministerin Hanka Mittelstädt und Brandenburger LEADER-Verantwortlichen zu Gesprächen in Brüssel.
 

Johannes Funke: „Unterschiede zwischen Stadt und Land sind natürlich auch im Land Brandenburg vorhanden. Daraus leiten sich vielfältige Aufträge an uns Landtagsabgeordnete ab. Speziell mit dem LEADER-Instrument sind wir in der Lage, Ideen, die vor Ort im ländlichen Raum erdacht werden, Realität werden zu lassen. Das kann so kein anderes Förderinstrument und genau deswegen wissen wir diesen Förderweg sehr zu schätzen. Mit Hilfe der Lokalen Aktionsgruppen (LAG) verfügen wir über eine leistungsfähige Struktur, die in der Lage ist, in der Fläche des Landes Brandenburg wirksam zu werden. Die Struktur der LAGen ist daher unbedingt zu erhalten und weiterzuentwickeln.“

Kurt Fischer: „Das LEADER-Programm ist praktisch erlebter Mehrwert der Europäischen Union im ländlichen Raum. Von Investitionen in Infrastruktur, in wirtschaftliche Aktivitäten und in Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts: Mit LEADER kann manchmal mit relativ kleinen Summen ganz viel im ländlichen Raum Brandenburg bewegt werden. Umso entscheidender ist, dass wir dieses erfolgreiche Förderprogramm und die expertenstarke Arbeit unserer örtlichen Lokalen Aktionsgruppen auch im kommenden Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union vor Ort weiterführen können. Dafür haben wir mit aller Kraft gemeinsam als Brandenburger in Brüssel geworben.“


Ein gutes Leben im Alter braucht Sicherheit, Teilhabe und verlässliche Pflege

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion
Potsdam, 01.10.2026

Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen am 1. Oktober erklärt Nadine Graßmel, seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:

„Die Herausforderungen des Alters beginnen nicht erst mit dem Renteneintritt. Altersarmut ist häufig nicht auf den ersten Blick sichtbar. Viele ältere Menschen leben mit sehr wenig Geld, sprechen darüber aber nicht. Die Inanspruchnahme von Grundsicherung im Alter ist für manche mit Scham verbunden. Gleichzeitig können Unkenntnis über bestehende Ansprüche und komplizierte Antragsverfahren dazu führen, dass Menschen Leistungen nicht in Anspruch nehmen, auf die sie Anspruch haben. Niedrigschwellige Beratung und Unterstützung müssen deshalb dort stattfinden, wo ältere Menschen ihren Alltag verbringen.“

Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser können dabei wichtige Anlaufstellen sein. Sie bieten Begegnung, Beratung und Unterstützung und können dazu beitragen, soziale Isolation zu verhindern. Gerade im ländlichen Raum braucht es jedoch verlässliche Strukturen. Lange Wege, eingeschränkte Mobilität und fehlende Angebote können dazu führen, dass ältere Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden.

Mit Blick auf das große Engagement vieler Seniorinnen und Senioren sagt Graßmel: „Aktiv im Alter zu sein, bedeutet für viele Menschen, Verantwortung zu übernehmen, Wissen weiterzugeben und für andere da zu sein. Dieses Engagement verdient Anerkennung und gute Rahmenbedingungen. Wir sollten deshalb nicht nur darüber sprechen, was ältere Menschen an Unterstützung brauchen, sondern auch darüber, was sie für unsere Gesellschaft leisten und wie wir ihre Teilhabe stärken können.“
Dabei muss Teilhabe für alle möglich sein. Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen, die älter werden. Menschen, die über viele Jahre in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gearbeitet haben, erreichen zunehmend das Rentenalter. Auch für sie braucht es passende Angebote und Übergänge sowie Möglichkeiten, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe im Alter zu erhalten. Auch die Debatte über die Aktivrente muss die unterschiedlichen Lebenssituationen älterer Menschen berücksichtigen.
Gute Pflege darf nicht vom Wohnort oder vom Einkommen abhängen. Pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen und die Beschäftigten in der Pflege brauchen verlässliche Strukturen und Unterstützung vor Ort. Der Pakt für Pflege ist dabei ein wichtiger Baustein, um insbesondere im ländlichen Raum tragfähige Angebote zu sichern und weiterzuentwickeln.

„Die Gesellschaft der Zukunft muss sich daran messen lassen, wie sie mit dem Alter umgeht. Wir brauchen gute, bezahlte Arbeit, damit Menschen eine gute Rente aufbauen können. Wir müssen Altersarmut wirksam bekämpfen und dafür sorgen, dass niemand aus Scham oder wegen komplizierter Verfahren auf notwendige Unterstützung verzichtet. Gleichzeitig müssen wir die vielen Möglichkeiten für Engagement und Teilhabe im Alter stärken und eine verlässliche Pflege sicherstellen. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Menschen auch im Alter aktiv, selbstbestimmt und mittendrin in unserer Gesellschaft leben können“, sagt Nadine Graßmel abschließend.


Sechs Monate Koalition – Woidke und Redmann ziehen erste Bilanz

Pressemitteilung der Staatskanzlei vom 18.09.2026

Auf den Tag genau: Vor einem halben Jahr hat Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke die Mitglieder seines neuen Kabinetts in der Potsdamer Staatskanzlei ernannt. Sechs Monate danach ziehen er und der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Jan Redmann eine erste Zwischenbilanz. Beide betonen die verlässliche Zusammenarbeit, die sich auf einen klaren Auftrag konzentriert. 

Woidke: „Nach einem halben Jahr gemeinsamer Regierungsarbeit zeigt sich: Diese Koalition übernimmt Verantwortung dafür, dass Brandenburg wirtschaftlich stark und sozial gerecht bleibt.“ 

Das kooperative und vorwärts gerichtete Miteinander bekräftigt auch Redmann: „Uns prägt der Mut zu schnellen, tiefgreifenden Veränderungen. Statt Krisen zu verwalten, modernisieren wir die Strukturen unseres Landes von Grund auf. Wir vereinfachen Verwaltungsabläufe, bauen Bürokratie ab und sorgen dafür, dass der Staat genau dort stark ist, wo die Menschen ihn brauchen.“

Sechs Monate nach Ernennung des Kabinetts wurden bereits zahlreiche Vorhaben und Projekte angegangen und auch umgesetzt. Woidke: „Das ist kein Grund sich zurückzulehnen aber ein guter Anlass, um sichtbar zu machen, was wir bisher erreicht haben.“ So stand unter anderem auf der Tagesordnung der aktuellen Landtagssitzung bereits die erste Befassung mit dem Haushaltsentwurf 2027/2028. Woidke dazu: „Die Aufstellung eines ordentlichen Landeshaushaltes ist immer ein Stresstest, diesmal mit einem deutlich kleineren Zeitbudget für unsere noch junge Koalition. Wir haben innerhalb eines halben Jahres einen Entwurf vorgelegt, der den finanziellen Realitäten Rechnung trägt, der einerseits wieder zu einer Konsolidierung unserer Finanzen führt und zugleich Investitionen in Bildung, Sicherheit, Infrastruktur und den Zusammenhalt und damit die Zukunft unseres Landes ermöglicht.“

Innenminister Redmann verweist auf die drastisch verschärfte Sicherheitslage durch Cyberkriminalität und hybride Sabotageakte. Als Antwort darauf modernisiert das Innenministerium die Sicherheitsarchitektur grundlegend. Neben dem personellen Aufwuchs der Brandenburger Polizei auf 9.000 Stellen werden Hierarchien aufgebrochen. Redmann: „Cyberangriffe und hybride Sabotage zielen auf das Nervensystem unserer Gesellschaft – die kritische Infrastruktur. Neue Bedrohungslagen erfordern neue Strukturen. Mit dem Landespolizeipräsidium und dem neuen 360-Grad-Sicherheitszentrum verschwinden überflüssige Abläufe. Und ein überfälliger Überblick entsteht. Wir machen Brandenburgs Sicherheitsapparat schneller, digitaler und schlagkräftiger.“

Mitte August hat die Landesregierung ebenfalls ein Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit in den Justizvollzugsanstalten sowie zur Gewinnung und Entwicklung von Nachwuchskräften beschlossen. Damit soll der Beruf attraktiver gemacht und dafür gesorgt werden, dass Bediensteten besser geschützt sind.

Weniger Bürokratie ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung:

Schon vor der Sommerpause wurden Vorschläge für die Neuordnung der Finanzströme zwischen Land und Kommunen im Bereich Kita-Finanzierung vorgelegt, um hier transparenter, digitaler und unbürokratischer zu werden. Die Novelle der Brandenburgischen Bauordnung hat der Landtag bereits verabschiedet. Planen und Bauen werden spürbar vereinfacht mit schnelleren Verfahren, mehr digitalen Bauanträgen und weniger Vorgaben dort, wo sie fachlich nicht zwingend notwendig sind. Das spiegelt sich darüber hinaus beispielsweise in der Abschaffung der Pflicht zur Bildung von Naturschutzbeiräten bei der obersten und den unteren Naturschutzbehörden wider. Die Koalition hat bereits zentrale Vorhaben angestoßen und auch umgesetzt. So haben die Hochschulen des Landes das bundesweit modernste Berufungs- und Auswahlrecht erhalten. Durch mehr Autonomie und weniger Bürokratie werden Berufungsverfahren für Professuren künftig kürzer.

In der aktuellen Sitzung des Landtages haben auch zwei weitere Vorhaben den Gesetzgeber passiert. Um flächendeckend die hausärztliche Versorgung zu verbessern, wird die sogenannte Landärztequote eingeführt. Künftig soll ein Teil der Studienplätze der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL CT) an Bewerbende vergeben werden, die sich verpflichten, nach ihrem Studium für mehrere Jahre im Land Brandenburg als Hausärztin oder Hausarzt zu arbeiten.

Ebenfalls wird dem Konsolidierungskurs sowie den gestärkten Aufsichtsstrukturen des rbb mit dem beschlossenen Ersten Staatsvertrag zur Änderung des rbb-Staatsvertrages Rechnung getragen.

Die Finanzierung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ist bis ins Jahr 2030 durch die Verlängerung des Abkommens zwischen Bund, Berlin und Brandenburg gesichert. Mit dem Fünften Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk ist es gemeinsam mit dem Bund und dem Freistaat Sachsen gelungen, die Stiftung für das sorbische Volk finanziell zukunftsfähig aufzustellen.

Die Landesregierung setzt sich konsequent für die Senkung der Energiekosten sowie eine langfristige Versorgungssicherheit ein. „Brandenburgs klares Ziel ist, mit niedrigen Energiepreisen wirtschaftliche Stabilität und damit weiteres Wachstum in Deutschland zu ermöglichen“ betont Woidke. Dazu zählt auch das unnachgiebige Engagement der Landesregierung für die Zukunft der PCK in Schwedt, die stete Forderung nach gerechten Spritpreisen sowie der Einsatz für regionale Strompreiszonen. Woidke weiter: „Wir werden unseren Standortvorteil nicht verspielen“. In Brandenburg wird günstiger Strom durch eine Vielzahl an Windkraftanlagen produziert, doch dieser Vorteil kommt beim Verbraucher nicht an.

Gemäß des neusten Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft, das im Mai erschien, hat sich Brandenburg in den vergangen zehn Jahren von allen Bundesländern am besten entwickelt. Knapp 80 Prozent der Regionen verbesserten sich im Ranking um mindestens 25 Plätze. Woidke: „In Brandenburg ist sehr viel neue industrielle Wertschöpfung entstanden. Und das Ergebnis der Studie macht mich stolz. Es zeigt, zu was die Menschen im ganzen Land in der Lage sind. Die Ergebnisse resultieren aus harter und erfolgreicher Arbeit der Brandenburgerinnen und Brandenburger.“ Insbesondere Cottbus hat in der Studie als bundesweit am besten entwickelte Region besonders gut abgeschnitten.

Die Lausitz ist fest im Blick der Landesregierung. Sie wandelt sich immer mehr vom Kohlerevier zur europäischen Modellregion für klimaneutrales Wirtschaften. Mit der Eröffnung der länderübergreifenden Seenkette Ende Juni dieses Jahres haben wir einen weiteren wichtiger Meilenstein auch in der touristischen Entwicklung der Region erreicht. Gleiches gilt für die Internationale Luftfahrtausstellung (ILA), die mittlerweile einen festen Platz in der Hauptstadtregion hat. Redmann: „Die Rekord-ILA 2026 mit 110.000 Teilnehmern hat eindrucksvoll bewiesen, dass Brandenburg ein bedeutender europäischer Standort für innovative Spitzentechnologien ist. Besonders die Entwicklungen im Bereich der Drohnentechnologie zeigen neue Wege auf – sie sind für unseren wirtschaftlichen Erfolg von herausragender Bedeutung, aber auch für die Sicherheit unseres Landes.“

Schließlich hat die Landesregierung die Reihe „Kabinett vor Ort“ mit anschließendem Bürgerdialog wieder aufgenommen. Woidke: „Politik kann nur gut funktionieren, wenn sie die Lebensrealitäten der Bürgerinnen und Bürger im Blick behält. Im direkten Gespräch erfahren wir aus erster Hand, was die Menschen im Land bewegt, welche Sorgen es gibt, aber auch, welche Ideen und Erwartungen an die Politik existieren.“ Das nächste „Kabinett vor Ort“ und der anschließende Bürgerdialog finden am 13. Oktober in Cottbus statt.

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